Presse 2010
Spiel mich auch 2011 - 3000 Euro an das Gast-Haus - Ruhr-Nachrichten

- Der City-Ring hat die von Bürgern gespendeten „Spiel mich“-Klaviere versteigert und den Erlös gespendet. Die City-Ring-Vorstandsmitglieder Axel Schroeder (postergalerie), Franz van Bremen (Pianohaus van Bremen) und Uwe Fischer (Ruhr Nachrichten) überreichten dem Gast-Haus-Vorsitzenden Werner Lauterborn 3000 Euro.
Von Peter Bandermann am 25.11.2010
Dortmund ist nicht nur Westfalens schönste Einkaufsstadt – sie klingt auch am besten.
Denn nach dem Erfolg der „Spiel mich“-Aktion in der Innenstadt haut der City-Ring auch 2011 in die Tasten.
Genauer: Die Einzelhändler lassen wieder in die Tasten hauen. Wie in diesem Sommer. An 30 Innenstadt-Standorten hatten Einzelhändler zu Beginn der Geschäftszeiten ein gespendetes Gebraucht-Klavier auf die Straße geschoben. Die Musiker und Zuhörer kamen in Scharen. Ob zarte Tönen an den Tasten oder Greens Day’s „21 Guns“ – was die kleinen und großen Künstler den Instrumenten an Klang entlockten, hörte sich ausgesprochen gut an. Gut klingt die Aktion auch in den Ohren der Obdachloseninitiative „Gast-Haus statt Bank“.
Klaviere versteigert
In den Sommermonaten wuchs die Innenstadt zu einem kleinen Festival-Standort heran. Mehrere Städte hatten sich beim City-Ring erkundigt, wie die „Spiel mich“-Aktion organisiert worden ist, wer die Kosten trägt und wie erfolg-
reich sie ist. Mehrere tausend Seitenaufrufe auf dem Internet-Videoportal „Youtube“ dokumentieren, dass die Klaviere auch online und vor allem bei jungen Künstlern ein Knüller sind – allein das von dem Youtuber „yildizyim“ hochgeladene Video, das den jungen Klavierspieler Mert Can zeigt, erreichte
1195 Klicks.
Katrin und Annika
Klavierspielerin Katrin reichte in einem Video das Tasteninstrument nicht – sie holte Freundin Annika mit einer Geige dazu. „Spiel mich“ ist nicht nur deshalb international, weil die Aktion in Sydney, Barcelona, London und Dortmund zu hören war – auch deshalb, weil ein Japaner unbedingt ein in der Innenstadt aufgestelltes Bechstein-Klavier in Nussbaum-Optik sein Eigen nennen wollte und das Instrument über das Pianohaus van Bremen per Containerfracht verschiffen ließ. Musik verbindet eben die Völker.

- Die Einzelhändler am Ostenhellweg fürchten nach der Fertigstellung des ECE um Kundenzulauf. Da spendet auch ein etwaiges sinkendes Mietniveau wenig Trost. (Foto: Menne)
Ostenhellweg: Eigentümer und Händler wollen Paroli bieten - Ruhr-Nachrichten
Von Heike Thelen am 22.09.2010
DORTMUND Die Einzelhändler und Hauseigentümer am Ostenhellweg rücken zusammen, um den erwarteten Auswirkungen des ECE-Einkaufscenters gemeinsam zu begegnen.
Das ist das konkrete Ergebnis einer Informationsveranstaltung, zu der Axel Schroeder als Vorsitzender des City-Rings gemeinsam mit Wirtschaftsförderung und Stadtverwaltung am Montagabend in das Dienstleistungszentrum Wirtschaft in der Berswordthalle eingeladen hatten.
„Noch rangiert der Ostenhellweg auf Platz 16 der am meisten frequentierten Einkaufsstraßen Deutschlands“, verdeutlichte Udo Mager, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, die an sich guten Bedingungen der Fußgängerzone zwischen Ostwall und St. Reinoldi.
Thier-Gelände
Doch, dass das ECE-Center auf dem Thier-Gelände mit 32.500 Quadratmetern Verkaufsfläche und 730 Stellplätzen negative Auswirkungen auf ihren Teil der Fußgängerzone haben wird, darin sind sich Einzelhändler und Vermieter am Ostenhellweg einig.
Umso erstaunlicher, dass sie bisher keinerlei Initiative ergriffen haben, um den Ostenhellweg langfristig gemeinsam zu beleben und attraktiv zu gestalten. „Kernproblem sind die vielen Filialisten, die die Arbeit einer Werbegemeinschaft erschweren“, mutmaßt Axel Vosschulte, Inhaber des Bekleidungsgeschäftes Vosschulte.
Außerdem seien die städtebaulichen Leuchtturm-Projekte, wie Dortmunder U, Boulevard Kampstraße oder DFB-Museum viel zu weit entfernt, um positiv auf ihr Geschäftsumfeld zu strahlen.
Um den Ostenhellweg auch nach Eröffnung des ECE in etwa einem Jahr noch attraktiv zu halten, sieht er einen richtigen Weg im Zusammenschluss und gemeinsamen Aktionen. Ein Schritt, zu dem sich zahlreiche Eigentümer und Geschäftsinhaber an diesem Abend entschlossen haben.
Ideen und Aufgabenfelder
Erste Ideen und Aufgabenfelder sind auch bereits benannt: „Ich hoffe, dass ein niedrigeres Mietniveau, das das ECE absehbar auf dem Ostenhellweg bewirken wird, auch wieder Einzelhandel anlockt, der sich die hohen Mieten derzeit nicht leisten kann“, ermuntert Kristian Reissig, Inhaber der Hirsch-Apotheke, erwartete Leerstände nicht an höchstbietende Filialisten zu vermieten.
Weitere Chancen werden in der Eingangsgestaltung zum Ostenhellweg und einer gut funktionierenden Anbindung an den Westenhellweg gesehen sowie in der Umnutzung oder einem möglichem Neubau auf dem Grundstück des Ostwall-Museums.
Klassentreffen der Cityring-Träger - Ruhr-Nachrichten
Von Bettina Kiwitt am15.09.2010
Wer war zuerst da? Der Cityring oder der City-Ring? In diesem Fall gab es zuerst das Ei, dann folgte die Henne. Am Dienstag kamen 16 Träger des Cityrings in der Dortmunder Volksbank zusammen. Es war der Verkehrs- und Wirtschaftsverein, der 1976 zum ersten Mal die Auszeichnung Cityring vergab. Der Initiativkreis für eine attraktive Innenstadt namens City-Ring folgte drei Jahre später. Daran erinnerte Axel Schroeder, Vorsitzender des Initiativkreises, am Dienstagabend beim Treffen der Träger der renommierten Auszeichnung in der Dortmunder Volksbank.
16 Honoratioren folgten der Einladung und dürften es nicht bereut haben. Sie erlebte einen kurzweiligen Abend mit ebenso so kurzweiligen Reden und einem ausgesprochen gut aufgelegten Tenor Dr. Vincent Schirrmacher.
City-Ring: "Die Zukunft des Handels" - Ruhr-Nachrichten
Von Bettina Kiwitt am 09.09.2010
Um nicht weniger als "Die Zukunft des Handels" ging es beim jüngsten Treff des City-Rings. Die neue Thier-Galerie wird dabei in Dortmund eine tragende Rolle spielen.
Darüber waren sich am Dienstagabend im Hotel Park Inn alle drei geladenen Referenten einig: Peter Erb vertrat als Filialgeschäftsführer von Karstadt Dortmund das Konzept des Warenhauses. Wim Gelhard ist als Vorsitzender der Dortmunder Qualitätsroute ein Verfechter des inhabergeführten Einzelhandels.
Und Axel Vosschulte steht als Geschäftsführer von Store Concept für die Vertikalisierung des Einzelhandels (S. Oliver, Esprit, Street One etc.), also die enge Zusammenarbeit zwischen Produzent und Einzelhändler. „Wir sind auch ein bisschen wie ein Center“, meinte Erb, aber flexibler.
Karstadt biete eine Vielzahl von Fachgeschäften unter einem Dach. „Doch wir können einfach zu Weihnachten unsere Fläche für Spielwaren verdoppeln. Das können die Geschäfte im Center nicht.“ Dem widersprach Vosschulte, der selbst in 16 ECE-Centern mit seinem Store Concept vertreten ist, „in 14 verdienen wir sehr gutes Geld“.
„Die Ansammlung von Fachgeschäften gibt es in den Centern in Perfektion. Wände zu verschieben ist kein Problem.“ Er selbst geht mit zwei Läden in die Thier-Galerie. Vosschulte prognostizierte: „Das ECE wird brutal für die Warenhäuser.“
Im Übrigen sollte sich die 1a-Lage zwischen Reinoldikirche und Kaufhof nicht so sicher fühlen. Auch da könnte es zu Verschiebungen kommen. Mit Sicherheit werde der Ostenhellweg unter dem Einkaufscenter leiden, wo er selbst mit seinem Geschäft sitzt.
„Was kann ich meinen Kunden bieten, damit sie vom ECE die 500 Meter weiter bis zu mir gehen“, fragte Vosschulte und hat darauf schon eine Antwort gefunden: Er hat seine Fläche bereits verdoppelt, bietet mit einer Kundenkarte viele Vergünstigungen und Service.
Auch die Brückstraße könnte Probleme bekommen. „Die hat sich nicht etabliert, hat kein erkennbares Gesicht, es fehlen die Einzelhändler, die die gesamte Straße mitziehen.“ Erb teilte Vosschultes Einschätzung zu Brückstraße und Ostenhellweg. Er unterstrich, dass Karstadt flexibel mit Sortimentsverkleinerungen oder -ausweitungen auf das ECE reagieren werde.
Wim Gelhard zeigte sich überzeugt, dass er seine Kunden auch künftig mit Qualität in sein Einrichtungsgeschäft an der Schliepstraße ziehen kann.
Einig waren sich alle, dass die Thier-Galerie zusätzliche Kaufkraft in die Stadt bringen wird und „dass die top-geführten Fachgeschäfte in der Toplage nichts zu befürchten haben“. Doch die anderen City-Lagen sollen nach Vorstellung des City-Rings nicht nur auf das Center reagieren, sondern im Vorfeld agieren.
32 Klaviere in der Innenstadt aufgestellt - Ruhr-Nachrichten
Von Katharina Pfeifle am 5. Mai 2010 19:05 Uhr
DORTMUND Wenn an 32 Klavieren in der Innenstadt gleichzeitig Beethovens "Für Elise" angestimmt wird, liegt Musik in der Luft. So wie am Mittwochnachmittag, Punkt 17 Uhr: Parallel zum Glockenschlag der Reinoldi-Kirche startete der City-Ring seine Aktion "Spiel mich".
Das Einkaufen zu Klavier-Musik dürfte in den kommenden zwei Monaten für die Dortmunder zur Gewohnheit werden - oder sie greifen zwischendurch sogar selbst in die Tasten. An 32 Stellen im öffentlichen Raum und in Geschäften hat der City-Ring Pianos aufgestellt, die mindestens bis zum 5. Juli dort stehen bleiben.
Die Instrumente, die teils von Dortmundern gespendet und teils vom Pianohaus H. van Bremen zur Verfügung gestellt wurden, darf und soll jedermann bespielen. Ein Angebot, das schon am Nachmittag regen Zulauf fand.
Überall blieben Menschen vor den Pianos stehen, musterten den orange-farbenen "Spiel mich"-Aufkleber mit dem lachenden Gesicht, das anstatt seiner Zähne eine Klaviertastatur zeigt, und legten kurzentschlossen los. So wie Sven Wildöer und Telmo Caetano, die vor ein paar Wochen durch Zufall von der Aktion erfahren haben. "Das macht einfach Spaß", kommentierten die beiden ihren Einsatz. "Wir waren auch schon gestern hier. Toll, dass es so etwas in Dortmund gibt."
"Jetzt darf Dortmund die Klaviere in Besitz nehmen"
Oder die beiden Mädchen in der Kampstraße, die kurzerhand ihre Einkaufstüten abstellten und "Comptine d'un autre été: l'après midi" aus dem Soundtrack zu "Die fabelhafte Welt der Amelie" anstimmten. Immer wieder hielten Passanten inne und hörten zu - mit einem leisen Lächeln auf den Lippen.
"Wir haben die Vorarbeit geleistet, jetzt darf Dortmund die Klaviere in Besitz nehmen und Stimmung in die Stadt bringen", forderte dementsprechend auch Axel Schroeder, Vorsitzender des City-Rings, bei der Eröffnung kurz vor dem Start der Local-Hero-Woche im Rahmen der Kulturhauptstadt.
Wer möchte, kann seinen Auftritt am Piano im Internet in einem Zeitplan ankündigen, ansonsten gilt: spontan zugreifen. Am Ende der Aktion werden die gespendeten Klaviere für einen guten Zweck versteigert.
Dortmunder Händler locken mit vielen Sonderöffnungen - Ruhr-Nachrichten
Von Bettina Kiwitt am 30.05.2010
DORTMUND Zwei verkaufsoffene Sonntage (7.11., 5.12.) und ein Late-Night-Shopping (2.10.) bis 22 Uhr gibt es in 2010 in der City. Die größeren Händler sind darüber nicht ganz glücklich.
Bekanntlich stehen die kleineren Händler verkaufsoffenen Sonntagen skeptischer gegenüber als die großen. So hätte Saturn-Chef Rudolf Nies schon gern einen verkaufsoffenen Sonntag am 2. Mai gehabt, wo es etwa im Indupark und Ruhrpark Bochum richtig brummte. „Wenn man am Samstag wegen des 1. Mais nicht einkaufen kann, ist der 2. Mai strategisch gut.“
Vier verkaufsoffene Sonntage
Der 22-Uhr-Termin müsse stark beworben werden, „damit da was los ist. Ab 19 Uhr wird‘s ja schon ruhig“. Guido Terörde, Filialleiter bei C&A, hätte gern vier verkaufsoffene Sonntage. Wenn an einem Samstag bis 22 Uhr geöffnet sei, „fährt dafür niemand aus dem Umland nach Dortmund“, ist er überzeugt.
Darüber hinaus habe C&A am Samstag eh bis 21 Uhr geöffnet, da mache die Stunde mehr den Kohl auch nicht fett. Ihm fehle der verkaufsoffene Sonntag im Frühjahr. „Prima“ sei der verkaufsoffene 2. Januar 2011, denn der Samstag vorher sei mit Neujahr ein Feiertag. „Zwei verkaufsoffene Sonntage sind zu wenig, drei wären ideal“, meint Salvatore Sechi, Filialleiter bei Boecker. „Im Umfeld von Dortmund hatten viele Städte bis jetzt schon zwei verkaufsoffene Sonntage.“
Das Late-Night-Shopping hätte man konsequenterweise bis Mitternacht anbieten sollen. Den Termin 2. Januar 2011 findet er gut. Verkaufsoffene Sonntage seien generell „eine zweischneidige Geschichte“, meint Anke Müller, Inhaberin von Mira und Maximilian.
Einkaufen bis 22 Uhr
Ein einmaliges langes Einkaufen bis 22 Uhr sieht sie problematisch. „Gut war früher der lange Donnerstag, an den hatte sich jeder gewöhnt.“ Bei den Geschäften unter den Propstei-Arkaden bestehe leider das Problem, dass man bei den Öffnungszeiten nicht an einem Strang ziehe, auch nicht bei den verkaufsoffenen Sonntagen.
„Das Late-Night-Shopping ist ein Versuchsballon. Andere Städte haben damit gute Erfahrungen gemacht“, so Axel Schroeder vom City-Ring, der gemeinsam mit der Gewerkschaft verdi die Sonderöffnungen für 2010 abgestimmt hat. Bei einer Öffnung bis Mitternacht stelle sich die Frage, wie die Verkäuferinnen nach Hause kommen sollen.
Auch der 2. Mai sei als verkaufsoffener Sonntag im Gespräch gewesen, aber da habe verdi eben auch ein Wörtchen mitzureden. Die Termine, die jetzt abgestimmt worden seien, seien auch ein Beleg dafür, dass im City-Ring „nicht nur die Großen das Sagen haben“.
City-Ring besucht das neue Druckzentrum - Ruhr-Nachrichten
Von Bettina Kiwitt am 08.04.2010
Der City-Ring besichtigte am Dienstagabend das moderne Druckzentrum des Medienhauses Lensing in Dorstfeld. Druckereileiter Frank Schornsheim (3.v.r.) gab informative Einblicke in die computergesteuerte Zeitungsherstellung. Die Besucher konnten gegen 20 Uhr bereits frisch gedruckte Exemplare der Postausgabe der Ruhr Nachrichten studieren.
Verleihung des City Rings an Dr. Winfried Materna
Dr. Winfried Materna heißt der neue Träger des City-Ringes. Vor zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft und gesellschaftlichem Leben erhielt der 65-Jährige als 34. Preisträger die Auszeichnung. Materna freute sich, „in den edlen Kreis aufgenommen zu sein”. Für ihn sei es eine besondere Auszeichnung, „da ich mich als Dortmunder Bürger fühle und mich hier heimisch fühle”, sagte er unter dem Beifall der Anwesenden im Industrieklub.






